Die Gerrerbuben/-mädchenWenn in der Karwoche vom Gründonnerstag bis Karsamstag die Kirchenglocken schweigen, springen die Gerrerbuben und –mädchen in die Bresche. |
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Der Brauch |
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Mit ihren "Rätschen" oder "Gerren" ziehen sie nach alter Sitte durch die Dorfstraßen, auch wenn sich die
ehemals sehr strengen Regularien im Laufe der Zeit etwas gelockert haben. Da in der Ottersheimer katholischen
Kirche schon seit Jahren auch Messdienerinnen den Altardienst versehen, verstärken diese Mädchen in der Karwoche
die Schar der Gerrer. Schon Wochen zuvor werden die alten Lieder und Rufe eingeübt, mir denen die Gerrer/innen
an den besagten Kartagen die Bewohner zum Gottesdienst einladen. Mir ihrem Weckruf am Morgen sowie dem Singen um
die Mittagszeit und dem Abend ersetzen sie die Glocken. Am Karsamstag gehen sie durchs Dorf, um für ihren Dienst
eine Ostergabe zu erbitten. Um diesen alten Brauch ranken sich viele Geschichten. Auszug aus dem Buch "Daheim in Ottersheim" von Berthold Feldmann. |
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