Der Osterbrunnen

Anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens griff die katholische Frauengemeinschaft im Jahr 2000 einen vielerorts bekannten Brauch auf und gestaltete den Ottersheimer Dorfbrunnen mit entsprechendem Schmuck zu einem Osterbrunnen.

Der Brauch
Das Brauchtum selbst stammt aus einer Zeit, als öffentliche Brunnen die Wasserversorgung der Bevölkerung gewährleisteten. Damals wurden in der Karwoche diese Brunnen gereinigt. Zu Ostern sollten dann die geschmückten Brunnen den Dank für reines Quellwasser zum Ausdruck bringen. In der heutigen Zeit soll mit dem Schmücken der Brunnen an diese Zeit erinnert werden. Außerdem trägt ein solch liebevoll hergerichteter Brunnen zur allgemeinen Verschönerung des gesamten Dorfbildes bei. So ist es auch in Ottersheim, wo der Brunnen inmitten des historischen Dorfkerns steht, zusammen mit dem 1555 erbauten Rathaus, dem aus dem Jahr 1609 stammenden ältesten Wohnhaus und der 1618 errichteten Kirche. Den Hauptschmuck der aus Buchs geflochtenen Osterkrone bilden bunte Ostereier und Bänder, die den Oster- und Frühlingsgruß ankündigen. Die Frauengemeinschaft hat sich vorgenommen, auch in künftigen Jahren einen Osterbrunnen zu schmücken.

Auszug aus dem Buch "Daheim in Ottersheim" von Berthold Feldmann.