Die Sternsinger

Im Jahre 1974 wird über den alten Brauch des Dreikönigssingens in Ottersheim berichtet, dass seit einigen Jahren die Schönstatt-Jungmänner am Dreikönigstag (6.Januar) mit dem leuchtenden Stern von Haus zu Haus ziehen, um der Bevölkerung den Gottesgruß zu überbringen.

Der Brauch
Dabei werden die Schriftzeichen "19 + C + M + B + 74" an der Haustüre angebracht. Einerseits werden diese Buchstaben als die Namensanfangsbuchstaben der Könige Casper, Melchior und Balthasar gedeutet, andererseits wird diese Inschrift aus dem Lateinischen "Christuns mansionem benedicat" abgeleitet, was allgemein mit "Christus segne Euch und dieses Haus" übersetzt wird. Selbstverständlich werden die Sternsinger für ihre Botschaft beschenkt. Der Erlös aus dieser Aktion kommt stets einem guten Zweck zugute. Im Laufe der Zeit schlossen sich die Ottersheimer Sternsinger der allgemeinen Aktion in der Diözese Speyer an. So waren beispielsweise im Jahre 1993 die Messdiener und andere Jugendliche nach der Aussendung durch Kaplan Nikolaus Bachtler unterwegs, um gemäß der Sternsinger-Aktion "Mmili di mara – Sauberes Wasser" eine Gabe für die Armen in der Dritten Welt zu erbitten. Rund 5.000 Mark sind in diesem Jahr und auch in den Jahren danach für die Notleidenden Kinder gesammelt worden. Seitdem beteiligen sich die Ottersheimer Sternsinger alljährlich an dieser großen Aktion, die bei der Bevölkerung stets höchste Anerkennung und entsprechende Spendenbereitschaft findet.

Auszug aus dem Buch "Daheim in Ottersheim" von Berthold Feldmann.