Zeiskamer GeschichteZeiskam wurde erstmals schriftlich in einer Urkunde aus dem Jahre 774 als „Zezzinchheim“ erwähnt. Die Urkunde befindet sich noch heute in den Archiven des rechtsrheinischen Benediktinerklosters Lorsch. |
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Zeiskam hat eine wechselvolle Vergangenheit hinter sich. Den
wirtschaftlich guten Jahren, der Gemüseanbau sorgte für einen
bescheidenen Wohlstand, folgten oft Kriege und mühevolle
Nachkriegsjahre, die von der Bevölkerung große Opfer abverlangt
haben. In Zeiskam begegnet man einem reichen historischen Erbe mit
deutscher, ja europäischer Geschichte. So feierten hier 1310 in der
Johanniter-Komturei Heimbach und im Dom zu Speyer, Kaiser Heinrich
VII mit seiner Gemahlin Margarethe und dem Hofstaat die Vermählung
ihres erst 14-jährigen Sohnes Johann, dem späteren König von Böhmen,
mit der 18-jährigen Prinzessin Elisabeth von Böhmen. Ein sehr
bedeutendes geschichtliches Ereignis das im Jahre 2010 sein
700-jähriges Jubiläum begeht. Zum Gedenken an dieses wichtige und
historischen Ereignisses, feiert Zeiskam am 4.9.2010 dieses
Jubiläum. Im Jahre 1769 ist in Zeiskam der berühmteste Sohn des Ortes geboren. Baron Jacob Francois Marulaz, Napoleons Reitergeneral und legendärer Kriegsheld des I. Kaiserreiches von Frankreich gilt als einer der bedeutendsten militärischen Führer, er hat in Zeiskam das Licht der Welt erblickt. Zeiskamer, ob jung oder alt, haben allen Grund, mit Stolz auf die Leistungen früherer Generationen und insbesondere auf die der letzten Jahrzehnte, zurückzublicken. Die Veränderungen der letzten 50 Jahre waren stärker als 200 Jahre vorher. Unser Dorf hat sich verändert, aber nicht das Gesicht verloren. Alte und neue Bürger fühlen sich wohl und identifizieren sich mit ihrer Gemeinde. Zeiskam liegt der der Region Südpfalz, ein Spruch über die geographische Lage von Zeiskam sagt: „Zwä Stunn vom Gebirch und zwä Stunn vom Rhei, do esch gut sei“. Die Landwirtschaft ernährte zeitlebens die Bevölkerung. Seit Jahrhunderten spielte in Zeiskam zunächst der Samenhandel und danach der Gemüseanbau die wirtschaftlich entscheidende Rolle. Zwei gekreuzte Zwiebeln im Ortswappen erinnern an ihre historische Bedeutung für das „Zwiebeldorf“ und seine Bewohner. Die Anziehungskraft Zeiskams wurde mit vielfältigen Maßnahmen verbessert und die Chancen der Dorfentwicklung und Dorferneuerung genutzt. Wir besitzen das für seine Verhältnisse erforderliche und wünschenswerte Maß an kommunaler und sonstiger Grundausstattung. Ausgerichtet nach den Regeln einer Europäischen Agrarpolitik haben sich auch die landwirtschaftlichen Betriebe durch die notwendigen Rationalisierungsmaßnahmen den Bedürfnissen am Markt angepasst und zur Zukunftsfähigkeit beigetragen. Nach Jahrzehnten des Aufbaues und Aufschwungs hat sich Zeiskam so von einem ausgesprochenen Bauerndorf zu einem, zwar nach wie vor landwirtschaftlich geprägten Gemüsedorf, jedoch zu einer Gemeinde mit gewerblichem Ansätzen und guter Wohnfunktion entwickelt. Die besonderen Anstrengungen der Gemeinde und er Bevölkerung, zur Verbesserung der Lebensqualität und zur Pflege des Ortsbildes haben dazu geführt, dass Zeiskam beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ im Jahre 1974 auf Kreis und Bezirksebene jeweils den 1. Platz erreicht hat. Beim Landeswettbewerb 2000 ![]() „Unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft“ wurde Zeiskam erneut Kreissieger und sogar zweiter Landessieger. Im Rahmen dieses Landeswettbewerbes wurde unsere Gemeinde sogar zweiter Sonderpreisträger für „Vorbildliche ökologische Leistungen in der Gemeinde“ und dafür ausgezeichnet. Als Beginn von Völker verbindenden Freundschaften, haben im Jahre 2001 Zeiskam und die Gemeinde Roccastrada (Toskana), eine deutsch-italienische Partnerschaft besiegelt. In den Jahren 2008 und 2009 hat Zeiskam mit der Gemeinde Monts sur Indre, gelegen in der Region Centre, eine weitere Partnerschaft beschlossen. Bereits seit 1999 pflegt Zeiskam Kontakte zu der französischen Stadt Sarralbe (Lothringen), dem Geburtsort der Mutter des berühmten Zeiskamer Reitergenerals Jacob Francois Marulaz, der unter Napoleon Bonaparte I gedient. hat. Seit dem letzten Jahrzehnt zeigt Zeiskam eine stetig wachsende Bevölkerungszahl. Heute leben hier 2.345 Personen (Stand 31.12.2009). Die Gemarkung hat eine Fläche von 885 ha, davon sind 246 ha Gemeindewald und 449 ha landwirtschaftliche Flächen. Mit Bildung der Verbandsgemeinden im Jahre 1972wurde Zeiskam der Verbandsgemeinde Bellheim zugeordnet. Die Amtsgeschäfte werden nunmehr vom Sitz der Verbandsgemeindeverwaltung in Bellheim geführt. |
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