Viele interessierte Bürger kamen zur Bürgerversammlung

BÜRGERVERSAMMLUNG IN OTTERSHEIM

THEMEN. NEUGESTALTUNG DER ORTSMITTE - GEMEINDE INVESTIERT IN "GRAUES GOLD" UND SANIERUNG DER SCHUL- UND KULTURHALLE

Herr Buchmann stellt den Dorfplatz vor

Neugestaltung der Ortsmitte - Gemeinde investiert in "graues Gold"

Am Donnerstag, dem 16. Juli hatte die Gemeinde zu einer Bürgerversammlung zum Thema „Gestaltung der Ortsmitte am Eck“ sowie Sanierung und Erweiterung der Schul- und Kulturhalle eingeladen. Und trotz der brütenden Hitze waren rund 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger gekommen, um sich zu informieren.

Um das Ganze anschaulicher zu machen, präsentierte die Gemeinde ein Drei-D-Modell im Maßstab 1:200. Ein Vertreter des Büros Pröll-Miltner Karlsruhe, Herr Peter Buchmann, erläuterte die geplante Gestaltung:  Man möchte  das Gelände nördlich des Bürgerhauses und eines neu zu errichtenden Gebäudes zu einem lebendigen Ortsmittelpunkt, einem Treffpunkt für Jung und Alt umgestalten. Das alles soll barierrefrei,  d.h. weitestgehend ohne Stufen, umgesetzt werden. In Mitten des Dorfplatzes wird ein Wasserspiel installiert und eine Baumpflanzung in der Waldstraße bezieht diese gestalterisch in das Gesamtbild des Platzes mit ein.

Anstelle des jetzigen Pfarrhauses plant man ein neues Gebäude, das u.a. einen Gastronomiebetrieb beherbergen könnte. Auch die Sparkasse GER-Kandel hat Interesse angemeldet und möchte darin eine SB-Stelle  eröffnen.  Wünschenswert wäre auch eine Apotheke in diesem Gebäude.

Noch nicht beschlossen sei zurzeit der Abriss der Trafostation im nord-östlichen Bereich des Platzes. Dies sei aber eine durchaus sinnvolle Maßnahme, um dort Parkplätze schaffen zu können, ergänzte Ortsbürgermeister Job die Ausführungen  von Herrn Buchmann. Aus der Vogelperspektive

Anschließend stellen die Architekten Heike Haack-Lauerbach und Mathias Haack das neu zu errichtende Gebäude vor. Es wird dreigeschossig mit einer Gesamtnutzfläche von 808 qm  gebaut und soll westlich neben dem Bürgerhaus stehen. Vorgesehen sind große Glasflächen im Erdgeschoss, die einerseits  einen leichten, durchlässigen Eindruck vermitteln und doch andererseits  den Dorfplatz vom Durchgangsverkehr abtrennen.

Mieter dieses Gebäudes wird im EG die VR Bank Südpfalz sein, weiter gebe es Zusagen für eine Arzt- und Zahnarztpraxis im ersten OG. Was mit dem zweiten OG geschehen soll, ist zurzeit noch offen - Gespräche werden geführt.

Was die Finanzierung der Maßnahmen angeht, gab Ortsbürgermeister Job die folgenden Erläuterungen:
Die Gesamtkosten der Umgestaltung des Dorfplatzes inkl. Grunderwerb betragen 1.700 000 Euro, die voraussichtlich mit 65 % gefördert werden. Somit entfallen 600.000 Euro auf die Gemeinde, die aber schon größtenteils mit dem Kauf der Grundstücke geleistet worden seien. Das neu zu bauende Gebäude werde mit rd. 2,8 Millionen Euro zu Buche schlagen. Hier habe die Gemeinde allerdings Aussicht auf einen Kredit von 1,8 % über 30 Jahre Laufzeit. Außerdem erwarte man Mieteinnahmen.

In der anschließenden Aussprache fragten einige Zuhörer, ob das Schwesternhaus als historisches Gebäude nicht erhaltenswert wäre, beispielsweise zur Nutzung für die Vereine.  Hierzu erklärten die Architekten,  dass der Zustand des Gebäudes marode sei (Pilzbefall) und dass auch der Denkmalschutz einen Abriss befürworte. Im Übrigen sei man immer bestrebt, erhaltenswerte Bausubstanz  auch zu erhalten. Die Kosten würden in diesem Fall jedoch den Nutzen um ein Vielfaches übersteigen. Im gleichen Sinn äußerte sich auch Ortsbürgermeister Job – es sei immer sein Grundsatz gewesen einerseits Ottersheim schuldenfrei zu halten, andererseits aber alles zu versuchen, was die Gemeinde attraktiv und interessant für Bürger und Neubürger mache. Man müsse also genau überlegen, wofür man Geld ausgebe bzw. ob das, was man plane, bezahlbar sei.

Drei-D-Modell kann im Rathaus besichtigt werden

Wer sich das Modell anschauen will, kann dies jeweils mittwochs von 17.15 Uhr bis 18.00 Uhr im Rathaus tun.


Sanierung der Schul-und Kulturhalle

Ein weiteres Thema der Versammlung war die Sanierung der Schule.  Insgesamt sei die Schule so Ortsbürgermeister Job,  noch in dem Zustand wie zu meiner Schulzeit vor 35 Jahren. Seit  sieben Jahren beschäftige sich die Gemeinde mit der Schule. Nun werde mit dem 1. Bauabschnitt der Sanierung der Schul- und Kulturhalle begonnen. Auch hier erläuterten die Architekten Haack-Lauerbach die Planung.

Man wolle mit der Sanierung nach der Sommerpause etwa Mitte September beginnen. Für die ganze Halle sei ein Vollwärmeschutz mit mineralischer Dämmung und Produkten natürlicher Baustoffe vorgesehen. Auch solle die Dachlandschaft  erneuert werden, die Bühne werde Richtung Westen erweitert mit einem separaten Eingang. Angebaut würden ein Geräteraum, im Bereich der Bühne ein Technik- und Bühnenraum. Vorgesehen ist  eine gute Beschallung sowie eine neue Beleuchtung in der gesamten Halle. Für den Sportunterricht gäbe es u.a. die notwendigen Spielfelder. Aus Gründen der Unfallverhütung werden die Wände als Prallwände ausgebaut.  Ein großes Thema sei der Brandschutz. Hierzu sind drei Ausgänge von der Halle als Fluchtweg nach Süden notwendig. Alle Materialien von Boden und Decken in der bestehenden Halle werden abgebaut. Eine energetische und technische Sanierung ist vorgesehen – eine Lüftungsanlage wird angebaut. Parallel dazu wird die Schule auch mit einer neuen Heizanlage ausgestattet. Aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen habe man sich für eine Pelletheizung entschieden. Diese wird bei Bedarf unterstützt durch eine Gasheizung mit Brennwerttechnik.

Spätestens im Dezember 2016 soll die Halle wieder zur Verfügung stehen.

In der sich anschließenden Diskussion fragte ein Bürger nach Ausweichmöglichkeiten für den Sport während des Umbaus. Ortsbürgermeister Job erklärte hierzu, dass an bestimmten Tagen das Bürgerhaus durch Gymnastikgruppen genützt werden könne. Mit der Schule stehe man im Gespräch, was den Schulsport  angehe. Ein weiterer Bürger stellte die Frage nach den Kosten. Diese werden mit rund 2 Millionen Euro beziffert.  Hiervon übernehme Ottersheim als Vorwegabzug 1/3 der Kosten für die Nutzung durch die Vereine. Die übrigen 2/3 werden je nach Schülerzahlen aufgeteilt zu 35 % Knittelsheim und 65 % Ottersheim. Auch seien Zuschüsse zu erwarten.  Die Finanzierung sei im Interesse der Jugend und der Zukunft sowie dem Mehrwert für die Bürger gut angelegt, so Gerald Job abschließend.

Öffnungszeiten

Montag - Freitag
08.00 - 12.30 Uhr
Montag + Donnerstag
14.00 - 16.00 Uhr
Mittwoch
14.00 - 18.00 Uhr
Sozialamt
Dienstags geschlossen
Geänderte Öffnungszeiten

Wegen Wartungsarbeiten des EDV-Systems steht das Einwohnermelde- sowie das Standesamt an folgenden Tagen (Mittwoch jeweils ab 16.00 Uhr) nur eingeschränkt zur Verfügung: 14.02., 14.03., 11.04., 09.05., 13.06., 11.07., 08.08., 12.09., 10.10., 14.11., 12.12.2018.  

Bürgerservice

Informieren Sie sich über unsere Dienstleistungen
Mitarbeiter und Abteilungen.

Amtsblatt
Schauen Sie nach aktuellen Bekanntmachungen auf unserer Amtsblatt-Seite.
Wir weisen darauf hin, dass diese Website Cookies benutzt. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen.
OK